Tag 4: »Wenn der Elefant kämpft – da müssen wir hin«

Ich trage eine Maske. Natürlich tue ich das. Denn ich bin ein CEO, ein Chief Executive Officer, ein Vorstandsvorsitzender einer immens wichtigen Firma. Hey, das erwarten Sie doch von mir, dass ich eine Maske trage. Oder, ach so, Sie dachten, ich bin wirklich so. Dann wäre ich wahrscheinlich schon tot. Denn niemand kann nur seine Maske sein.

Manchmal würde ich sofort auf solche E-Mails antworten: »Good day. I am sorry to disturb you but i have a great business proposal for you. My name is Haqqi Khamis, i am from Syria.« Und dann schreiben: »My name is Helmut und i will help you – in business and in life.« Einfach das schreiben und warten, was passiert. Aber ich schreibe nicht.

Gerne wäre ich in Indien auch von Gauri Gill gefragt worden, welche Maske ich tragen will. Als Selbstporträt. Für »Übungen in symbolischer Darstellung lebendiger Realität im wachen wie im Traumzustand«. Endlich gefragt werden. Mich in meinem Traum auch für einen Elefanten entscheiden. Dann aufwachen in der lebendigen Realität.

Als ich durch den Park laufe, werde ich an die Maske, an mich, erinnert, denn ich höre jemand sagen: »Wenn der Elefant kämpft – da müssen wir hin.«