Tag 95: »Ach ja, die sieben Millionen«

Sie kennen das ja: Sie haben ein Reisebudget, sagen wir mal für Athen, und dann wollen die Kinder jeden Tag ein Eis, die Ehefrau geht shoppen  wg. Schlussverkauf und Sie selbst wollen ja jetzt echt nicht an jeder Ecke sparen. Es ist ja Urlauuuuub. Und schwups, sind sieben Millionen weg.

Wohin ist es gegangen? Fragen Sie sich, wenn Sie zuhause die Kreditkartenabrechnung prüfen. Na ja, das Abendessen hätte nicht sein sollen, die anschließende Lokalrunde vielleicht auch nicht?  Gut, die Klimaanlage musste sein, es war auf einmal so heiß in der Stadt. Das neue iPhone X war ein Schnäppchen, haben mal alle bekommen. Sieht auch so schön aus. Zuhause wars nur die X-Verpackung und drin war das olle iPhone 8 Plus.

Alles andere geht jetzt echt nicht auf meine Kappe. So ein Grieche will ja auch leben. Da sind wir reichen Deutschen doch selbst schuld dran, wenn die Athener ein Stück vom Kuchen wollen und wir mit Bargeld in der Hosentasche zeigen wollen, wo es langgeht. Irgendwoher muss es kommen. Neue Steuern! Kürzung der Rente! Alles wird teurer! Da kann Schäuble doch mal die sieben Mille verkraften. Ach nein, zahlt ja die Stadt und das Land. Können sie ja von ihm wiederholen.

Glaubt mir, schon bei der nächsten documenta werden wir sagen: »Ach ja, die sieben Millionen.«

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