Tag 7: »You are standing but you are not still«

Zuerst ist da nur eine Glasscheibe. An die wird eine zweite gelehnt. Jetzt stehen sie von allein. Eine dritte folgt auf der anderen Seite. Dann schließt sich um mich herum der Glaszaun mit der vierten Scheibe.

Ich bin drin und schaue nach draußen. Ich kann nicht mehr hinaus, ohne die Scheiben zu zerstören. Was will ich? Nicht mehr hier sein! Mein Platz ist definitiv nicht hier. Sucht euch jemand anderen. Denn ich werde mich befreien, wenn ihr mich nicht gehen lasst.

Es wird unerträglich in diesem Raum. Zuerst 10, 20, dann 30 und schließlich 40 Leute. Schließt die Türen, bitte schließt die Türen.

Jetzt sind die Türen zu. Ich spreche meinen Text. Und ich spreche ihn gut. Ich fühle ihn nicht. Das war auch nicht die Anweisung. Wenn ich die Worte fühle, werde ich verrückt.

Ich halte es nicht mehr aus, ich will durch die Scheiben brechen. Die Kunst sagt zu mir: »You are standing but you are not still«

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