Tag 38: »Ein zu weitgehender Ehrgeiz«

Werner und Arnold gucken von hier oben postmortem zu und sagen: Vieles gefällt uns gar nicht, einiges schon und wir würden gerne mal wieder lachen. So wie bei den Erdbeeren und den Hunden vor fünf Jahren. Das Staubsaugervideo im Bellevue ist prima.

Wirklich herzallerliebst sind die Studenten da in der Kunsthochschule. Nein, nicht wegen der vielen Bilder von mir und dem einen von Werner. Sondern: weil sie sich so mit unser ersten Ausstellung beschäftigen. Was für ein Theater hatten wir damals. Auch sehr, sehr schön sind die Fotos von Hans Haacke im Fridericianum. Der Junge mit dem Micky-Maus-Heft! Den haben wir gestern wieder gesehen, am Parthenon! Wieder mit leuchtenden Augen, wieder beim Micky-Maus-Heft. Kaum gealtert seit 1959.

»Wir meinen aber, man könnte etwas Neues versuchen.« Gruß an Bernd Leifeld, der hatte den Spruch immer in seinem Büro. Plus das Bild von Gerhard, was Ihr in der Neuen Galerie noch mal angucken könnt. Wie schrieb doch der Gutachter Kurt Martin (gerade heute morgen habe ich ihn getroffen und er bereut seine Aussagen langsam) über die internationale Ausstellung der Kunst des 20. Jahrhunderts als Aufgabe für Kassel: »Ein zu weitgehender Ehrgeiz.«

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