Tag 100: »Wir stehen hinter der documenta 14«

100:TAGE:DOCUMENTA:STORYS:Tag 100 »Wir stehen hinter der documenta 14.«

Wir gehen nicht sang- und klanglos heim. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir bringen es würdig zu Ende. Wir bedanken uns anständig bei den Besucher_innen. Wir haben gearbeitet bis zum Umfallen. Zum ersten Mal in unserem Leben habe wir zwei documenta-Ausstellungen gleichzeitig begleitet. Wir sind geschafft, aber wir geben nicht auf. Die documenta 15 ruft und sie wird, wie ein Phönix aus der Asche, wieder hier in Kassel entstehen.

Jetzt sind wir hier am Fridericianum, es ist Tag 100, gleich schließen die Türen der d14 für immer. Wir haben keine Angst, wir machen diese Aktion einfach, wir halten das Banner hoch: »Wir stehen hinter der documenta 14.« #documenta #d14 #kassel #100tage100storys

Tag 99: »Die fünfzig«

Sie wandeln noch einmal vorbei, die documenta-Menschen, da an der Scheibe vor der Braumanufaktur:

Die Hustgruppe aus Solm, die Fahrradgruppe beim Holzapfel, die Frau im Dunklen. Der verkleidete Brad Pitt, Adam vorm Spiegel, Jeremias und Henriette im Parthenon. Der Mandant, der am liebsten die ganze documenta kaufen würde.

Der Junge, der jetzt mal was Schönes machen will. Das streitende Paar, das versöhnte Paar. Der 85-jährige, der bald stirbt und seine Sprache mit ihm. Der Mann, der den Shuttle verpasst und in der Bäckerei nichts zu essen kriegt. Das Paar, bei dem es bei der Seife aufhört. Das Paar, bei dem es in der Orangerie erst anfängt. Kleine Jungs auf Stühlen ohne Sitz und Lehne.

 Zwei Grafiker und zwei Punkte, Mann. Weinende Menschen, lachende Menschen. Flüsternde Menschen. Thomas Mars, das Double vom Schimtschick. Pippi-Pausen-Macher. Influencer mit documenta-Tischdecken zum Ausmalen. Marmorzeltplatzbesucher. Selfie-Verrückte. Monstrumstadtplanbenutzer.

Das Lightbackpack, das endlich auf dem Ikea-Regal im Garderobencontainer Pause machen darf. Karl, das Meerschweinchen, dass sich in die Ausstellung schmuggelt. Der Hund, der eigentlich zur dogumenta wollte. Entspannte Pferde, die gerade 3000 Kilometer hinter sich haben.

Mitarbeiter, Aufsichten, Chronisten, die ihre Arbeit mögen und sich hingeben für die Besucher. Matze, der so schön Boooooonnnnng machen kann. Die Machbars vor 20 Jahren. Aaron, Matthias, Rebecca, Jonas, Sophia, Tina, Eberhard und morgen noch der andere Matthias.

Sie alle haben die documenta 14 entdeckt, auf ihre Weise. Mit wachem Blick, der dabei hilft, sich für das Neue zu öffnen. Einfach hinsehen. Einfach empfangen. Sie alle bleiben, mit ihrer Empathie, ihrem Enthusiasmus – und ihrer Liebe.

Da, noch einer wünscht sich in der Lesung was: »Die fünfzig«

Tag 98: »Das ist große Kunst«

Viele Sätze, viele Ideen. Für einen langen Text hat es nicht gereicht, aber ein kurzer geht immer:

Ich sitze wieder bei Wang Bing, schaue wieder in die müden Augen der Arbeiter. Einer schaut in die Kamera: »We got mouths to feed.«

Die Aufsicht in der Neuen Galerie lehnt sich lässig an die Wand und will eine Frau von seinem Job beeindrucken. : »Ich habe zu mir gesagt, ach, dann machst Du da einfach mit.«

Eine Gruppe Jugendlicher sitzt auf den Panzer-Schaumstoffen von Andreas Angelidikatis. Offensichtlich haben die Schüler an etwas gearbeitet, denn auf die Frage der Lehrerin antworten sie: »Dann haben wir in den Wellen Gesichter gesehen.«

Und gleich dahinter eine Frau: »Dieser Panzer, da habe ich gar kein Bild dazu.«

Wie so oft schaut der Chorist in die ratlosen Gesichter seiner Spaziergänger und fragt: »Können Sie damit etwas anfangen?«

Eine ältere Dame ist völlig fertig. Da! Sie sieht einen freien Stuhl, lässt sich fallen: »Ist gut zu sitzen.«

Die ‚etwas annere Führung‘ in Mundart. Gerade geht es an der Gastronomie der documenta-Halle vorbei: »Hier gibbets die gude Bradwurscht.«

An der Ciudad Abierta in der Karlsaue: »Happiness«

Eine Mutter zu ihrem Kind: »Wenn du neun bist, sagst du zehn und wir gehen da rein.«

Menschenmassen bei der Ankunft der documenta-Reiter auf dem Friedrichsplatz, eine Gruppe steht am Rande und diskutiert wissend: »3000 Kilometer sind die geritten und an der Grenze haben die Stempel gefehlt.«

Eine junge Frau zu ihrer Begleiterin: »Im Landesmuseum oben sind Bilder von so komischen Familienaufstellungen mit Menschen.«

Immer wieder in den Räumen, meist laut: »Ich habe hier Hausrecht.«

Zwei Frauen am Gasto-Stand: »Da kriegt man nur die Hälfte und zahlt 60 Cent mehr.«

Vorrangige Bedürfnisse im Kaffee Neu am Weinberg: »Also, da unten steht ein Dixi-Klo, das gehört dazu, aber das ist ganz schön weit.«

Ein Mann, freudig: »Wir gucken oben in die Röhre.«

Family Business im Dépanneur: Tina steht an der Tür, Jonas interviewt mich: »…« (mir fehlen die Worte)

Rette sich, wer kann, der Chef spricht noch einmal: »Wir möchten das ausbeuterische Modell, unter dem die rechtlichen Gesellschafter der documenta ‚die wichtigste Ausstellung der Welt‘ produzieren möchten, anprangern.«

Die kleine Tür im Zwehrenturm, dahinter die Glasscheiben-Flaggen von Costas Varotsos, davor ein Paar, minutenlang vertieft, dann: »Haben die das extra zerbrochen?«

Ich bekomme am Eröffnungstag im Biergarten am Palais Bellevue von Sophia exklusiv den Text der Yael Davids- Performance und beginne zu lesen: »I cover my face with my body and soul at night.«

Ein Paar steht vor dem Video der Künstlergruppe Prinz Gholam. Das Paar vor dem Bildschirm steht still, das Paar auf dem Bildschirm auch. Die Frau sagt nach einer Weile zu ihrem Mann: »Warten, dass er wieder lebendig wird.«

Der kleine Andreas auf der documenta 3: ohne Erinnerung an einen Satz.

Am Weinberg im Vorbeigehen an einer Gruppe: »Ich finde den Kunstbegriff schwierig.« »Man hat Verbindungen geschaffen.« »Das ist große Kunst.«

Tag 97: »Habe ich jetzt Angst? Nö!«

Schuhe will ich nicht. Von der Haiduk schon gar nicht. Sau unbequem. Auch die Armee der schönen Frauen von der Haiduk interessieren mich nicht. Bin selbst schön. Das dritte Ding von ihr, die Soundperformance, das interessiert mich. Ich suche am Schluss dieser d14 immer noch mein Lieblingskunstwerk und will jetzt endlich eins.

Die Dunkelheit. Hier kommt sie über mich. Genauestens werde ich vorher eingewiesen. Soll drin bleiben, so lange es nur irgend möglich ist. Da sei wichtig. Soll mich meinen Ängsten stellen. Hat das jemand gerade zu mir gesagt? Oder sage ich das zu mir selbst? Hallo, bleib‘ mal locker, es geht schon gut.

Mein Puls springt hoch. Wir müssen noch warten, alle halbe Stunde dürfen nur welche rein. Jetzt geht’s los, sitze hier, höre die Stimmen. Und auf einmal ist es banal. Ich sage zu mir selbst: »Habe ich jetzt Angst? Nö!«

Tag 96: »Die Scheiße gugge ich mir nidd an«

Fünf Bücher. Genau die, die ich haben wollte. Wie schön ist das. Ich muss mich jetzt ausruhen. Auf die Bank mit den Büchern. Erstmal nur stehen. Erstmal staunen. Einfach wirken lassen. Die Vorfreude.

Ich fühle mich wie damals in der Stadtteilbibliothek: diese ganzen Bücher. Alle werde ich lesen! Ich bin elf Jahre alt und die Bücher hier sind nur für mich. Ich stehe vor dem Regal, lege den Kopf schief und beginne zu lesen. In meinem Kopf formen sich die Geschichten. Ich ziehe ein Buch heraus. Ich weiß: Das ist es. Das nehme ich mit nach Hause. Verkrieche mich unter der Decke. Und LESE.

Jetzt ist es wieder soweit. Das Glück auf Erden. Danke, Martha.

Hinter mir ruft ein Mann richtig laut:  »Die Scheiße gugge ich mir nidd an.«

Tag 95: »Ach ja, die sieben Millionen«

Sie kennen das ja: Sie haben ein Reisebudget, sagen wir mal für Athen, und dann wollen die Kinder jeden Tag ein Eis, die Ehefrau geht shoppen  wg. Schlussverkauf und Sie selbst wollen ja jetzt echt nicht an jeder Ecke sparen. Es ist ja Urlauuuuub. Und schwups, sind sieben Millionen weg.

Wohin ist es gegangen? Fragen Sie sich, wenn Sie zuhause die Kreditkartenabrechnung prüfen. Na ja, das Abendessen hätte nicht sein sollen, die anschließende Lokalrunde vielleicht auch nicht?  Gut, die Klimaanlage musste sein, es war auf einmal so heiß in der Stadt. Das neue iPhone X war ein Schnäppchen, haben mal alle bekommen. Sieht auch so schön aus. Zuhause wars nur die X-Verpackung und drin war das olle iPhone 8 Plus.

Alles andere geht jetzt echt nicht auf meine Kappe. So ein Grieche will ja auch leben. Da sind wir reichen Deutschen doch selbst schuld dran, wenn die Athener ein Stück vom Kuchen wollen und wir mit Bargeld in der Hosentasche zeigen wollen, wo es langgeht. Irgendwoher muss es kommen. Neue Steuern! Kürzung der Rente! Alles wird teurer! Da kann Schäuble doch mal die sieben Mille verkraften. Ach nein, zahlt ja die Stadt und das Land. Können sie ja von ihm wiederholen.

Glaubt mir, schon bei der nächsten documenta werden wir sagen: »Ach ja, die sieben Millionen.«

Tag 94: »Die Bäckerei bleibt am Montag geschlossen«

Endspurt. Endlich die Sachen von der documenta sehen, für die noch keine Zeit war. Montag ist dafür genau der richtige Tag. Weil: wenig Leute, wenig Schlange.

So gut wie gar keine Filme im Kino gesehen. Also rein ins Gloria. Wang Bing. Film hat schon angefangen. Immer haben die Filme schon angefangen. »West of the tracks«. Ich bin sowas von Jenseits von allem. Eine Stunde im fernen China halte ich durch und sehe diverse Fabriken mit Männer in Pausenräumen, die sich fortwährend ausziehen (deutliche Furunkel am Hintern) und zur Dusche gehen.

Wieder raus. Regen. Ah, durchatmen. Deutschland. Alles in Ordnung. Alle pünktlich. Alles geordnet. Zum Friedrichsplatz. Obligatorische Karte für den Film im Ballhaus holen. »Sie haben Karte Nummer 11. Das ist auch gut so, wir dürfen nur 12 rausgeben. Oder?« Seitenblick zur Kollegin. Keine Zustimmung. Alarm! Aber nein, alles gut. Ich bekomme eine blaue Garderobenmarke mit der Nummer 111 – quer aufgestempelt, in einem etwas dunkleren Blau: »Termin 11. Sep. 2«. Vorsichtig stecke ich sie zu meiner Dauerkarte. Die zwei werden sich sicher im Portemonnaie vertragen, sind doch beide aus der documenta-Familie. »Der Shuttle startet um Punkt Dreizehnuhrdreißig«, sagt sie noch, ohne Seitenblick immerhin. Also noch Zeit.

Parthenon-Buch abholen! Alles abgezäunt mit Flatterband. Da, der Eingang. Gleich hin. »Hier nur Ausgang«, sagt Security. Wieder raus, um die Ecke und da: Schlange mit 150 Leuten. Ein Mann mit Megafon beruhigt die Leute, »es sind genug Bücher da«. Ich sehe sie von weiten, die verbotenen Bücher, sie liegen mitten im Parthenon im braunen Dreck. Ich soll meiner Frau ein Micky-Maus-Heft mitbringen. Ich glaube, das wollen alle haben. Durch den Ausgang schleppen viele ihren Stapel mit Plastikfolienbüchern in brauner Soße, die die Kleidung versaut. Sie sehen so seltsam glücklich aus. Doch in die Schlange stellen?

Nein, ich muss los zum Shuttle. Um gerade noch die Rücklichter vom wegfahrenden eAuto zu sehen. Blick zur Uhr: 13:28. Auto war auch schon voll. Werden sie den Film überhaupt zeigen, wenn nur 11 statt 12 Zuschauer da sind? Mir ist das jetzt egal. Resigniert verweile ich an der VW-Theke, kein Mensch ist da, den ich beschimpfen kann. Die Polizei macht Fotos von Menschen vor Parthenon. Haben die vielleicht Micky-Maus? Traue mich nicht, zu fragen (die schusssicheren Westen!). Bücherausgabenschlange inzwischen mit 300 Leuten. So gut wie keine Kraft mehr, überhaupt noch eine Entscheidung zu treffen. Hinsetzten!

Der Chef Szymczyk schreibt im dünnen d14-Programm (das ich mir einer schwachen Bewegung greife), gleich vorne über »Let’s get lost«. Ich bin sowas von lost. Blättere zum Venue Program. Finde eine Bäckerei, die »Denkmal und sozialer Raum zugleich« ist. Ich bin ausgehungert. Mir ist alles egal. Ich will jetzt Manakish von Nassib’s Bakery im Glaspavillon, ich akzeptiere Denkmal und sozialen Raum. Kämpfe mich durch die Stadt. Wieder Regen. Mit letzter Kraft erreiche ich die Glas-Pavillons, da steht auch schon »Bakery«, schnell rein und was bestellen. In der Tiefe des Raums: keiner da.

Irgendwie empfinde ich tiefen Frieden, als ich am Tresen lese: »Die Bäckerei bleibt am Montag geschlossen.«

Tag 93: »Wenn Du das verstehst, bist Du ein Genie«

Du gehörst in den Parthenon. Ich habe Dich unzählige Male gelesen. Jede Seite kann ich mitsprechen. Deshalb brauche ich Dich auch nicht mehr vorlesen. Es ist schon alles da von Dir.

Für Dich finde ich heute den Platz. Zelebriere Dein Hineintragen durch meinen Demut vor Dir als Quelle meiner inneren Weisheit. Mit Dir konnte es geschehen in meinem Leben, konnte ich mir Trost spenden in der schmerzhaften Veränderung. Du bist für mich das Buch, was den Parthenon vollständig macht für einen Tag. Glänzen wirst Du in Deiner Pracht. Und einen Menschen finden, der Dein Wissen ehren wird. Schon in der nächsten Woche wird Dich jemand in der Hand halten. Dieser Gedanke macht mich froh, ich lasse Dich los.

Heute trage ich Dich auf meinem Kopf genau dorthin. Gleich, jetzt gleich nehme ich  Dich vom Kopf und übergebe Dich Deiner Bestimmung. Kurz bevor ich mich nach unten beuge, höre ich aus dem Publikum (ich muss dabei lächeln): »Wenn Du das verstehst, bist Du ein Genie.«

Tag 92: »Viele wollen ja ihr eigenes Buch zurück«

»Martha, Martha« rufen die Menschen, als Martha Minujín das letzte Buch per Hubsteiger am Partheonon befestigt. Vielleicht tausend Menschen wollen Teil dieses Ereignisses sein, zugehörig sein zu etwas, was nur einmal im Leben so passiert. Sie spüren eine Verbindung, die sie bei dieser documenta 14 so wenig gespürt haben. Vielleicht – weil ihr künstlerischer Leiter keine Nähe zuläßt, die ihn – vielleicht – auch überfordert. Ein dickes Band von Kuratoren ist zwischen ihm und uns, auch bei der Letztes-Buch-Befestigung ist er nicht da. War er umsichtig genug, fortzubleiben? Hätten wir ihn verschlungen? Wie Grenouille im »Parfüm«?

So bleibt uns nur Martha, Martha, die weise im Hubsteigerkorb bleibt, um von unserer Liebe nicht erdrückt zu werden. Unserem Verlangen, Teil dieses Ganzen zu sein und zu verschmelzen. Natürlich mit Beweisfoto per Selfie. Dann spüren wir uns auch besser jenseits dieser kalten Welt mit Trump, Putin, Erdogan. Jetzt sind wir hier, versammelt an einem Ort, vereint in der Gemeinschaftsemotion. Endlich, endlich ist es mal schön.

Ich bekomme als Dank für meine Lesung ein Buch vom Parthenon. Es ist in Folie eingeschweißt. Ich bin froh darüber. Dann komme ich nicht in Versuchung, es zu lesen. Das Guantanamo-Tagebuch.

Eine Frau, vor der Präsentübergabe getroffen, wollte genau dieses Buch haben und sich dafür notfalls die nächste Woche immer wieder anstellen. Sie sagt lapidar: »Viele wollen ja ihr eigenes Buch zurück.«

Breaking News: Sa 9.9.17 13.35 Uhr Parthenon 5 Minuten Blog-Reading

Timetable
Time: 13.35 Uhr
Area: 1
Name: Andreas Knierim
Title: Will read a selection from his blog Blog 100:tage:documenta:storys
http://kassel.coach/tag-27-mama-koennen-wir-jetzt-mal-was-schoenes-machen
http://kassel.coach/tag-47-weisst-du-es-ist-ja-wie-in-der-realitaet-wenn-du-ein-buch-liest
http://kassel.coach/tag-50-buecherklauamparthenon1
http://kassel.coach/tag-72-koennen-wir-uns-wieder-aufloesen
http://kassel.coach/tag-70-muy-bien
Ich würde dann für fünf Minuten daraus etwas zusammen stellen.
Genre : Reading

Language: German

Komplettes Programm als Pdf: Programm_Accomplishment of the Parthenon
Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme und wünschen Ihnen viel Glück für Ihren Auftritt.
We are very happy about your participation and wish you good luck for your contribution.

Liebe_r Teilnehmer_in,
vielen Dank für Ihre Anmeldung.
Bitte entnehmen Sie die Uhrzeit Ihres Auftritts untenstehender Tabelle und beachten Sie, dass die angegebene Zeit nur ein Richtwert darstellt, da es gegebenenfalls noch zu Änderungen kommen kann – Beiträge können ausfallen oder auch länger oder kürzer sein, als von den Teilnehmer_innen geplant.
Außerdem sehen die Wettervorhersagen für morgen nicht so gut aus, daher behalten wir es uns vor die Veranstaltung zeitlich um ein oder zwei Stunden zu verschieben, da zumindest derzeit, das Wetter etwas beständiger morgen besser aussieht.
Sollten Sie bis 10.30 Uhr morgen früh hierzu keine Email von uns erhalten, bleibt es bei den bereits kommunizierten Uhrzeiten in der untenstehenden Tabelle
In jedem Falle bitten wir sie mindestens 15 Minuten vor der angegebenen Uhrzeit Ihres Auftritts am Anmeldetisch am Parthenon der Bücher zu erscheinen. Der Treffpunkt befindet sich am Fuße der Treppen des Parthenons mit Blick auf das Museum Fridericianum. Hier bekommen Sie alle relevanten Informationen zum genauen Ort Ihrer Darbietung. Ein_e documenta 14 Mitarbeiter_in wird sie dann zu dem Bereich Ihrer Darbietung begleiten. Es wird keine Bühnen geben und Darbietungen werden parallel stattfinden.
Beachten Sie außerdem, dass es keine Anmoderation geben wird und wir Sie daher bitten sich selbst vorzustellen und/oder den Titel des Beitrags selbst anzukündigen. Außerdem möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass es keine Tontechnik vor Ort geben wird.
Sollte Sie kurzfristig absagen müssen, bitten wir sie dies telefonisch unter +49 159 044 331 34 zu machen. Beachten Sie, dass am Morgen vor der Veranstaltung keine Emails mehr gelesen werden.
Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme und wünschen Ihnen viel Glück für Ihren Auftritt.
Herzliche Grüße
Elena Parwan

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Dear participants,
Thank you for signing up.
Please take a look at the timeslot for your contribution in the timetable below and note that the time indicated is only a guideline, as changes may still be possible – contributions might be canceled last-minute or could possibly be longer or shorter than originally planned by other participants. Furthermore, the wheater forecast doesn’t seem to be on our side for 12 pm tomorrow, that’s why we might postpone the event to some hours later the same day. Shouldn’t you have an email in your inbox by 10.30 am tomorrow morning, the timetable stays as it is below.
Generally, we kindly ask you to appear at the registration table in the Parthenon at least 15 minutes before the indicated time of your performance. This meeting point can be found at the bottom of the Parthenon’s stairs, on the side facing Museum Fridericianum. Here you will get all relevant information. A documenta 14 member will then accompany you to the location of your performance. Please note there will be no stages and that performances takes place parallely to each other.
Furthermore, we kindly ask you to introduce yourself and / or to announce the title of the contribution, since there will be no moderation. Again, we would like to remind you that there is no sound amplification, so you might have to raise your voice in order to be understood.
If you need to cancel at short notice, please call +49 159 044 331 34. Before the event, no more emails will be read.
We are very happy about your participation and wish you good luck for your contribution.
Best regards,
Elena Parwan

Tag 91: »Du siehst intelligent aus«

In einem Raum in der Neuen Galerie werden Dokumente von Beschlagnahmungen in jüdischen Haushalten und Versteigerungsprotokolle aus Auktionshäusern zur NS-Zeit projiziert. Die Künstlerin Maria Eichhorn erforscht und dokumentiert (lt. KUNSTFORUM International Bd. 248/249, Seite 339; der documenta-Website ist diese Information nicht zu entnehmen) »die Enteignung der jüdischen Bevölkerung Europa und deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart«.

Eine junge Frau kommt herein. Durch den schnellen Hell-dunkel-Wechsel bleibt sie, wie alle Besucher, erst einmal abrupt stehen. Dann setzt sie sich. Kneift die Augen zusammen. Sie sagt etwas in den Raum, offensichtlich spricht sie mit sich selbst.

Zeit 0:00: »Ich verstehe das nicht.«

Zeit 0:08: »Sind das verschiedene Drogenarten?«

Zeit 0:11: »Mann, ist das klein geschrieben.«

Zeit 0:17: »Ich wusste, dass ich viel lesen muss.«

Zeit: 0.21: »Sind das Rechnungen?«

Sie kramt in der Tasche, findet nicht gleich das, was sie jetzt braucht. Es ist schon sehr dunkel. Es dauert. Da, eine Lesebrille kommt zum Vorschein.

Zeit: 0:36: »Ich sehe scheiße aus mit Brille.«

Zwei andere junge Frauen kommen dazu, setzten sich gleich hin, schauen auf die Projektion, schauen dann auf ihre Freundin.

Zeit 0:42: »Du siehst intelligent aus.«

(Zeit 0:49: Alle drei Frauen verlassen den Raum.)

»Aber jetzt bin ich auch feddich, Du« – Freitag, 15. September 2017: Lesung aus dem Blog

Andreas Knierim liest am 98. documenta-Tag aus seinem Blog 100:TAGE:DOCUMENTA:STORYS in der Braumanufaktur Steckenpferd in Kassel.

Jeden Tag hat sich der Blogger Andreas Knierim auf den Weg zur documenta 14 gemacht und genau hingehört. Dann einen Satz mit nach Hause genommen und daraus eine Geschichte aufgeschrieben.

Wir begegnen Choristen (»Das habe ich Dir so richtig abgenommen«), Aufsichten (»Nachdem ich den Tag erlebt habe, kann mich nix mehr schocken«), Fußmüden (»Wir hatten gerade eineinhalb Tage Hardcore«), Interessierten (»Ich will ein Bild von Dir neben der Micky Maus«) und Desinteressierten (»Da mach‘ ich mir gar nicht die Mühe, das zu lesen«), Kindern (»Mama, können wir jetzt mal was Schönes machen?«), Verzweifelten (»Es gibt nie eine Erklärung dazu«). Einsamkeitssucher (»Nur ne Sekunde, ich möchte mal ohne Menschen«), Gruppen (»Können wir uns wieder auflösen?«) und schließlich Adam Szymczyk persönlich (»Man muss das gar nicht wegdenken«) und seinem Double Brad Pitt («Wir glauben, dass wir das, was wir zu wissen scheinen, entlernen müssen«).

Zuhörer können vor der Lesung im Internet unter http://kassel.coach/ ihre Lieblingsgeschichte aussuchen und sich die Tagesnummer merken. Der Autor liest dann vor. Versprochen! Denn: Kunst ist das, was ich erkennen kann!

Freitag, 15. September 2017 um 19 Uhr in der Braumanufaktur Steckenpferd, Kastenalsgasse 8, 34117 Kassel, 0561-92011470, http://braumanufaktur-steckenpferd.de/

Tag 90: »Eine fantastische Frau«

Hinter jedem großen Mann steht eine Frau? An was erinnert sich das Publikum? An den Mann? Oder an die Frau? Oder an gar keinen? Was bleibt von d14? Adam who?

Eva!

Gut, dass es diesen Film gibt. SIE zeigt. Wie sie ihn unterstützt. Wie sie ihn schützt. Wie sie ihn stützt. Sie blickt zur Anzeige. documenta 14 Retrospektive: »Eine fantastische Frau.«

Tag 89: »Dieser Turnschuh heißt d14«

Willkommen auf der Start-Up-Messe Kassel mit dem Tages-Hotspot: D. D14. DOCUMENTA. documenta14. Let’s Go. Let’s Go Into Business.

Die Geschäftsführung ist vollständig anwesend, denn die documenta unterstützt die lokalen Jungunternehmer. Vor allem, wenn diese eine besondere ästhetische Vision haben. Und die haben die People hier in der Location. Großes Winkewinke an die documenta-Sprecherin  Maxxxxxie Fiiiiiiiiiiischer. Sind ein tolles Team: Maxie, die Schuhe, die Spaziersocken und wir. Und Annette.

Ten to One – die Jury hat sich entschieden, die documenta packt ihr Label drauf, wir sind stolz auf euch, proudly presents:

Platz 10:
»Diese Bongos heißen Oto.«
Teilt sich den Score mit:
»Dieses Gartenhacke heißt Hans.«
»Dieses Biwak heißt Hiwak.«
»Dieses Ross heißt Birell.«

Platz 9: »Dieses eCar heißt Adam.«

Platz 8:
»Diese Pizza heißt documenta-Stagioni(4).«

Platz 7:
»Diese Socke heißt Cathèrine X.«

Platz 6:
»Dieses Bier heißt documenta-Suff.«

Platz 5:
»Dieses Bücherregal heißt Martas Madness.«

Platz 4:
»Diese Zigarre heißt Arnold B(est).«

Platz 3:
»Dieses Sturmgewehr heißt ShootAtRegina.«
Gleichstand mit:
»Dieser Panzer heißt EscapeWithRegina.«

Platz 2: »Dieser Wanderschuh heißt Lucius.«
Gleichstand mit:
»Dieser Spazierstock heißt Annemarie.«

Und jetzt zum Highlight heute – definitely Nummer eins, Número Uno, Number One, tóuhào:
»Dieser Turnschuh heißt d14.«

Tag 88: »Was ist denn das Teuerste hier?«

Dann bitte noch vier von den Röhren inklusive Inhalt. 10.000 Parthenon-Bücher, original in Verpackungsfolie.  Die Blutmühle, bitte ohne Münzen und Blut. Obelisk Königsplatz –  zerlegt anliefern. 80 Rentierschädel, Stahldraht entfernen, auswaschen. 100 Flaschen Sufferhead, bitte einzeln vom Künstler signieren lassen. Alle Kissen aus dem Ballhaus, bitte nicht den Film. 20 Stück kleine Wegweiser, Zeigerichtung geradeaus und rechts. 430 Brote aus Nassib’s Bakery, glutenfrei für Vernissage/Catering New York. Knorr-Rauch in Flaschen 0,1. Wasser im Schachbecken, ebenfalls in Flaschen 0,1. Marmorzelt ohne Sockel. Alle Lehmbauten, Künstler zwei Tage dazu buchen wg. Erläuterungen. 200 kg Tofu mit Herkunftsnachweis Kassel. Panzerkissen komplett. Kleidung von den lustigen Frauen auf dem rosa Teppich im Postgebäude. Restware Arbeitsschuhe. Restware Seife. Eiswagen Orangerie. Beide Torwache-Gebäude inklusive Säcke. Documenta-Markenrechte für Asien und Ozeanien (nicht Athen) mit Option: jährliche Durchführung.

Gesamtpreis dann per Mail. Wir danken im Voraus für Ihre Mühe. Kontaktieren Sie uns bei Unklarheiten. Und bitte noch die Frage unseres Mandanten beantworten, als er in Kassel Station machte, dafür dann Extra-Angebot: »Was ist denn das Teuerste hier?«

Tag 87: »Du kannst ruhig da rein gehen und Seife kaufen«

Ein Paar ist auf Shoppingtour. Schon jetzt reich bepackt. Der Mann mit leuchtenden Augen.

»Da musste ich einfach zuschlagen: Zwei zum Preis von einem!«

»Eine Flasche Bier für vier Euro. Schnäppchen, würde ich sagen.«

»Ja, aber vorher acht Euro. Aber Deine Schuhe reißen es auch nicht wieder raus.«

»Moment mal, die gab es nur dort. Sonst nirgends. Zweiundfünfzig Euro.«

»Du hast unterschrieben, sie nur bei der Arbeit zu tragen!«

»Ach Gott, was man so unterschreibt.«

»Aha, Du willst Dich also nicht dran halten. Karma adé.«

»Warum sollte ich mich nicht dran halten? Ist doch süß, Schuhe nur für die Arbeit.«

»Sehen auch echt bequem aus, die Süßen.«

»Schuhe brauchen nicht bequem sein, sondern sollen schön aussehen.«

»Schöne Schuhe für die Arbeit, ich lach‘ mich tot.«

Sofort geht die Frau zwei Schritte schneller, der Mann kommt kaum nach. Sie schaut auf den documenta-Plan, der mit handschriftlichen Anmerkungen übersät ist.

»Jetzt noch in die Neue Galerie.«

»Was gibt’s da?«

»Seife!«

»Nö, echt jetzt? Teuer?«

»Ach was, alles Bio für zwanzig Euro.«

»Ich weiß gar nicht, ob ich das so genau wissen wollte.«

»Außerdem wird Dir alles genau erklärt: wo die Seife herkommt und so, die Landbevölkerung verdient was dran, die Transporte sind CO2-neutral und noch so Sachen.«

»Ich kaufe mir lieber zwanzig Stück Seife und scheiß auf Öko.«

»Wenn Männer entscheiden, geht die Welt halt unter.«

»Du willst jetzt echt nicht daraus so ein Frauen-Männer-Ding machen.«

»Bei Seife hört der Spaß auf.«

»Ach na ja, vielleicht kannst Du die Seife doch ganz gut gebrauchen.«

Die Frau geht wieder zwei Schritte voraus, stellt sich in die Schlange und liest demonstrativ im documenta-Plan. Der Mann sieht in Richtung Biergarten und ruft laut: »Du kannst ruhig da rein gehen und Seife kaufen.«

Tag 86: »Die Bombe liegt ganz ruhig da«

Also, wenn die documenta jetzt eine Bombe wäre, keine Kriegs- sondern eine Nachkriegsbombe. Und man würde die Bombe finden und sich fragen: Wollen wir die jetzt entschärfen? Dann wäre das ja keine Frage, denn Bomben werden ja immer entschärft! Also die explosiven Ideen von Arnold Bode entschärfen und daraus etwas Harmloses machen. Spätestens bei der documenta 15.

»Nehmt die Schärfe raus«. »Nehmt einen künstlerischen Leiter, der nicht so kritisch ist«. »Was, wenn Kassel keine Rolle mehr spielt?« Also einen künstlerischen Leiter aus Kassel! Oder von mir aus einen mit  Wurzeln aus Kassel, der es in der weiten Welt weit gebracht hat. Das wäre was. Der hat ein Herz für unsere Stadt. Für die Stadtväter. Den OB.

Der Neue geht nicht »usswärds«, der bleibt in der Heimat. In unserem schönen Kassel! Kunst an der Bergpark-Fontäne wäre schön. Das schreiben wir gleich in seinen – ok Genderpeople: oder ihren Vertrag. Dann nehmen wir nicht € 7 Parkgebühren, sondern € 30 und die documenta-Tageskarte ist gleich mit drin. All-Inclusive Wasser-Künste mit documenten-Künsten (»documenta-Ausstellungen« heißt das, Du Banause). Der Aufsichtsrat muss ran und endlich mal was bestimmen.

Im Radio sagt die Moderatorin: »Die Bombe liegt ganz ruhig da.«

Tag 85: »Politische Emotionen der Freude entwickeln«

Wenn wir wollen, können wir richtig Gas geben.

Inspiriert vom Werk des argentinischen Konzeptkünstlers und Schriftstellers Roberto Jacoby, stellt diese dreitägige Veranstaltung ein kritisches und performatives Treffen von Künstler_innen, Aktivist_innen, Denker_innen, Tänzer_innen und Dichter_innen dar, die als Kollektiv daran arbeiten, in Zeiten rassistischer Wut, neo-nationalistischer Angst und neoliberaler Depression politische Emotionen der Freude zu entwickeln.

Inspiriert von der neoliberalen Angst arbeitet das Kollektiv von Emotionen_innen, Wut_innen und Freunde_innen daran, performative Konzepte kritisch zu inspirieren.

Rassistische Freude, gepaart mit Kritik und Performation, arbeitet in politischer Freude an Emotionen und – Angst. Jacoby-Konzepte aus Argentinien! Wut!

Freude, Werk, Nationalismus treffen auf Denker_innen, Tänzer_innen, Mitglieder_innen, Aktivist_innen.

Depressiver Neoliberalismus, ängstlicher Nationalismus – konzipiert von wütenden Rassisten, emotionalen Politikern und veranstaltet für drei Tage in Freude und Werk.

Schrift stellen, künstlern, tanzen, denken, dichten, kollektiven, performativen, entwickeln, arbeiten, ängsteln, politisieren. Alles in Zeiten rassistischer Depression, neonationalistischer Wut und neoliberaler Angstfreude.

Wir sind, was wir sagen, wir sagen, was wir sind und wir werden, yeah, ich schreie es für euch jetzt heraus, wir werden »politische Emotionen der Freude entwickeln«.

Tag 84: »Bitte nehmen Sie keine Haustiere mit in die Ausstellung«

Gerne lasse ich mich streicheln. Gerne auch jeden Tag. Nur: Lasst mich nicht allein. Dann fange ich fürchterlich an zu quieken. Ihr wisst das und deshalb darf ich mit. Überall hin. Erst recht zur Kunst. In einer extra Tasche mit Luftschlitzen. Kein Rucksack, wir sind ja nicht documenta-blöde. Wir kennen die Regeln, wir brechen die Regeln. Rucksack nein, Karl ja.

Karl bin ich, Cavia porcellus form. domestica aus dem Münsterland. Stubenrein selbstverständlich. Handzahm. Allergisch gegen Aufsichten jeder Art. Mucksmäuschenstill bin ich, ich raschele nicht dem Heu in meiner Tasche, ich bin cool. Lieblingsort natürlich die Neue neue Galerie, weil schön dunkel. Lieblingskunstwerk natürlich Parthenon, weil nichts verboten und alle sind frei (obwohl, halt, die Leute dort schätzen uns als Delikatesse. Nein, aber doch nicht Du, Martha). Lieblingslocation natürlich NEU-Kafé-Biergarten weil geschützte Grasfläche und liebe Thekenmannschaft mit Wasserschälchen.

Was wir echt gut können, ist flüchten. Und hey, das muss doch dem Schimtschick gefallen, seine Kunst ist doch Flucht und Vertreibung. Er muss uns einfach lieben. Wir haben außerdem das Komfortverhalten: entspanntes Dösen, mit dem Kopf auf dem Boden und lang ausgestrecktem Körper herumliegen. Das macht doch die Frau vom Schimtschick immer in den Henschel-Hallen. Wie gesagt, er muss uns einfach lieben.

Ich diktiere das hier mit Siri, denn Siri versteht jedes Wort in jeder Sprache. Gruß an Steve: Hey Mann, du bist der Größte. Ich kann leider nicht lesen, deshalb habe ich auch das Schild eben am Container übersehen: »Bitte nehmen Sie keine Haustiere mit in die Ausstellung.«